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3,4 Millionen Euro für neue Kino- und TV-Projekte

Förderzusagen des Filmfonds Wien zur 2. Jurysitzung 2026, zum Talent LAB 2026 und zum 2. TV-Antragstermin 2026

 

25. Juni 2026  Bei der zweiten Sitzung im Jahr 2026 erteilte die Jury, bestehend aus Bettina Brokemper, Christine Dollhofer, Peter Jäger, Malina Nwabuonwor und Manfred Schmidt, sechs Herstellungen von Kinofilmen und elf Projektentwicklungen Zusagen – Mittel in Höhe von über 2,56 Millionen Eurowurden vergeben. Eingereicht waren 60 Projekte mit einer Antragssumme von 9,23 Millionen Euro.

Im Rahmen der Nachwuchsförderung Talent LAB erteilte die Jury, bestehend aus Bettina Brokemper, Christine Dollhofer, Elisabeth Gabriel und Manfred Schmidt, drei Herstellungen von Kinofilmen Zusagen – Mittel in Höhe von 500.000 Eurowurden vergeben. Eingereicht waren fünf Projekte mit einer Antragssumme von 950.000 Euro.

Zum zweiten TV-Antragstermin 2026 wurden 24 Fernsehprojekte mit der Antragssumme von 740.000 Euro eingereicht, zehn Projekte erhielten Zusagen vom Filmfonds Wien in Höhe von 326.900 Euro.

 

PDF  Download der Presseinformation mit vollständiger Projektliste

 
 
 
 

Sechs Herstellungen erhalten Förderung in Gesamthöhe von 2.265.000 Euro.

Regisseur Markus Schleinzer inszeniert nach „Rose“ das Klaus-Nomi-Biopic KLAUS als Coming-of-Age-Musical mit Animationsfilm-Anteilen, in dem der Stil klassischer Musicals auf New Wave und Oper trifft. Für das Drehbuch zeichnet Markus Schleinzer gemeinsam mit Alexander Brom verantwortlich, die das Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Hauptdarsteller und Musiker Christian Friedel entwickelten. Das Leinwandmusical entsteht als majoritäre Koproduktion zwischen der Wiener Schubert Füm und der Berliner Schubert Film.

Nach dem Tod ihrer besten Freundin, die an der Last von Familie und Alltag zerbrochen ist, übernimmt Sarah immer mehr Verantwortung für die zurückgelassene Familie. Unmerklich gerät sie dabei in dieselben Strukturen, die zuvor unsichtbar geblieben sind. DIE WUT, DIE BLEIBT nach dem Roman von Mareike Fallwickl erzählt von weiblicher Erschöpfung, systematischer Ungleichheit und der Kraft feministischer Solidarität. Das Projekt wird von Regisseurin Catalina Molina und der Epo-Film nach einem Drehbuch von Lea Prix und Johanna Buschbaum verwirklicht.

Die gehbehinderte Maria lebt mit ihrer pubertierenden Tochter ein selbstbestimmtes Leben. Nur eines fehlt ihr: der richtige Partner. Als ihr der Ex-Häftling Ulli als Assistent zur Seite gestellt wird, gerät Marias Welt aus den Fugen. Mit SAG MIR WIE setzt die Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion das Spielfilmdebüt des Regie- und Autor*innenduos Birgit Bergmann und Oliver Werani („Zu ebener Erde“, gemeinsam mit Steffi Franz) um. Die Hauptrollen werden Elisabeth Löffler und Murathan Muslu übernehmen.

WOODWALKERS 3 ist das dritte Leinwandabenteuer des Gestaltwandlers Carag und seinen Freunden, die diesmal den Kampf gegen Gouverneur Andrew Milling aufnehmen, der Feindschaft zwischen Menschen, Tieren und Woodwalkern sät. Die minoritäre Koproduktion der Wiener Dor Film mit der Münchner Blue Eyes Fiction und der Südtiroler Filmvergnuegen entsteht unter der Regie von Florian Sigl, nach einem Drehbuch von Gerrit Germans, basierend auf der Buchreihe von Katja Brandis.

PISSY SISSY - PUNCHING UP TOGETHER ist die Geschichte des „Politically Correct Comedy Club“, in dem queere Performer*innen und Aktivist*innen gesellschaftlichen Herausforderungen und persönlichen Traumata mit Kreativität, Solidarität und Selbstironie begegnen. Der Dokumentarfilm des Regie- und Drehbuchduos Katharina Lampert und Cordula Thym wird von der Plan C Filmproduktion umgesetzt.

In FORBIDDEN FRUITS, dem neuen Dokumentarfilm von Bianca Gleissinger („27 Storeys – Alterlaa Forever“), sucht der Geist der verstorbenen Weight-Watchers-Erfinderin Jean Nidetch die Regisseurin heim, um ihr zu sagen, dass sie abnehmen soll. Ein für alle Mal will die Filmemacherin nun die Frage klären: „Muss ich das?“. Die Wiener Mischief Films setzt die majoritäre Koproduktion gemeinsam mit der Berliner Hanfgarn & Ufer Film nach einem Drehbuch von Bianca Gleissinger und Katinka Narjes um.

Elf Projektentwicklungen erhalten Förderung in Gesamthöhe von 298.540 Euro.

Nach dem Drama „Perla“, das zuletzt mehrfach mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, bereitet Autorin und Regisseurin Alexandra Makarová gemeinsam mit der Panama Filmproduktion das historische Drama FANNY LEBT vor. Auch Regisseur Adrian Goiginger widmet sich nach seinem mehrfachen Österreichischen-Filmpreis-Gewinner „Vier minus drei“ einem historischen Stoff: DIE FRAUENBURG, dessen Drehbuch von Jeanne Werner mit dem Hauptpreis des Wettbewerbs „If She Can See It, She Can Be It“ ausgezeichnet wurde, wird von der 2010 Entertainment produziert.

Die Wiener Le Group Soleil Films und die slowakische GUČA Films projektieren die Ko-Entwicklung BETWEEN TWO CITIES von Autor und Regisseur Mohammad Ali Tahebi. Die Samsara Film plant mit QUEEN OF FUCKING EVERYTHING eine österreichische Variante der gleichnamigen skandinavischen Serie nach Drehbüchern von Iris Moizi und unter der Regie von Claudia Jüptner-Jonstorff.

Drei Langfilmdebüts erhielten Zusagen und gehen in die Projektierung: Der Spielfilm AN DIE HOFFNUNG (Ulrich Seidl Filmproduktion) von Ulrike Putzer nach dem Drehbuch von Ulrike Putzer und Jakob Pretterhofer sowie die Dokumentarfilme EUROTOPIA (April April Filme) von Clarissa Brandeis und Deniz Raunig sowie GEWALTFREIE ZONE (Horse & Fruits Filmproduktion) von Felicitas Sonvilla.

Als weitere Dokumentarfilmprojekte erhielten DIE BÜRGERMEISTERINNEN (LOOKS Vienna Media) von Anna Katharina Wohlgenannt, CPTLSM WTAF - CAPITALISM? WHAT THE ACTUAL FUCK! (Mother Filmproduktion) von Katharina Mückstein, FAVORITEN 2 (Ruth Beckermann Filmproduktion) von Ruth Beckermann und Koautorin Elisabeth Menasse sowie DIE FRAU, DIE BLIEB (Nanook Film) von Henriette Fischer Zusagen.

Drei Herstellungen im Rahmen des Talent LAB erhalten Förderung in Gesamthöhe von 500.000 Euro.

Die Schubert Füm realisiert das neue Projekt von Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Elena Wolff („Asche“). In ALVA (RENAISSANCE) gibt sich eine 30-jährige Schauspielerin erfolgreich als Teenagerin aus und stürzt sich in die Illusion, für immer jung bleiben zu dürfen. Was als Abenteuer beginnt, wird zu einer verhängnisvollen Dauerperformance.

In dem Coming-of-Age-Drama DAS BLÜHEN EINER CHIMÄRE von Autor und Regisseur Simon Maria Kubiena und der Chimera Filmproduktion bringt die Verbindung eines achtzehnjährigen Fabrikarbeiters zu einem älteren Kollegen einen dunklen Moment aus dessen Vergangenheit ans Licht.

Securities übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben bei Großveranstaltungen, in Notunterkünften oder Nachtclubs. Während ihre Uniform Sicherheit verspricht, berichten sie von oft prekären Arbeitsbedingungen und ihren eigenen Unsicherheiten. Der von der Horse & Fruits Film produzierte Dokumentarfilm SECURITY von Autorin und Regisseurin Lisa Polster zeichnet das Bild einer Gesellschaft, in der Sicherheit zur Ware wird.

Elf dokumentarische und ein fiktionales TV-Projekt erhalten Förderung in Gesamthöhe von 326.900 Euro.

Julia Koschitz spielt in BRENNENDES SCHWEIGEN die Amtsleiterin einer kleinen Gemeinde, die sich gegen die sexuellen Übergriffe ihres Vorgesetzten wehrt und sich prompt mit einer Verleumdungskampagne konfrontiert sieht. Die majoritäre Koproduktion der Wiener Mona Film und der Münchner Tivoli Film wird nach einem Drehbuch von Ulrike Kofler und Rebekka Reuber realisiert.

Wiener Themen werden in zwei Dokumentationsreihen aufgegriffen: IM NAMEN DER STRASSE zeigt, wie Stadtgeschichte anhand von Wiener Straßennamen erzählt werden kann und in BEZIRKSGESCHICHTE(N) II werden die Bezirke Landstaße, Meidling und Währing durch alltägliche Begegnungen porträtiert.

Biografisches wird in den Dokumentationen 70 JAHRE FALCO: GENIE, VISIONÄR, STILIKONE, die den legendären Musiker ehrt, und HÖHENFLÜGE – ÖSTERREICHS FRAUEN IN DER LUFTFAHRT, die an heimische Flugpionierinnen erinnert, erzählt.

Drei neue Dokumentationen widmen sich gesellschaftlichen Themen: BLACKOUT – AUSSER KONTROLLE betrachtet einen möglichen großflächigen Stromausfall nicht als Katastrophenfantasie, sondern als analytisches Brennglas auf eine hochvernetzte Gesellschaft. Die True-Crime-Reihe CRIME STORIES rollt zehn Kriminalfälle aus Österreich neu auf. ELTERN IM WANDEL zeichnet die Entwicklung der Rollenbilder von Müttern und Vätern in Österreich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach und zeigt, wie politische Entscheidungen, gesellschaftliche Bewegungen und wirtschaftliche Umbrüche das Familienleben geprägt haben.

 
 
 
 

RÜCKFRAGEHINWEIS
Leon Ilsen
ilsen@filmfonds-wien.at
+43 1 526 50 88-11

 
 
 
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